Schützenfest

Traditionell begann das 142.Lipperoder Schützenfest mit dem ökumenischen Gottesdienst in der Schützenhalle, der von Pfarrer Arnold Schütz und Diakon Josef Bongartz geleitet wurde. Im Anschluss erfolgte die Kranzniederlegung am Ehrenmal, wo Oberst Jürgen Dewerth daran erinnerte, dass man seit 70 Jahren im Frieden lebe und man dies nicht als selbstverstädnlich ansehen darf.Unter der Zapfenstreichführung von Ingmar Krinke marschierte das Bataillon los, um beim Oberst das erste Ständchen darzubringen. Im Leipziger Ring konnten sich die Schützen bei sehr warmen Wetter, dann erstmal mit ausreichend Getränken versorgen, bevor es dann zum Königspaar Frank Jochheim und Angelika Korf-Barkey ging. Das Königspaar war sichtlich erfreut, dass so viele Schützen den Weg zur Königsresidenz angetreten sind, um mit ihnen und ihrem Hofstaat durch das Dorf zu marschieren.Nach einem kurzen Marsch erfolgte dann das Ständchen beim 25-jährigen Jubelkönig Dr.Jürgen Hupfeld, der den Vogel 1994 abgeschossen hat. Rendant Thorsten Rother erinnerte an das damalige spannende und zum Schluss kuriose Vogelschießen. Erst durch einen kräftigen Windstoß gab der Holzvogel nach, fiel zu Boden und machte Dr.Jürgen Hupfeld doch noch zum König.Das letzte Ständchen gab es beim 40-jährigen Jubelkönig Wolfgang Lutter. 1979 errang er erstmalig die Königswürde und zusammen mit Ute Lutter (geb.Kuckuck/ †) regierten sie damals als junges und charmantes Königspaar. Die diesjährige 60-jährige Jubelkönigin Helga Dierkschneider (geb.Behnke) hatte sich spontan dazu entschlossen am Ständchen teilzunehmen, sodass die Schützen sowohl Wolfgang Lutter als auch Helga Dierkschneider hochleben lassen konnten.

Zusammen mit dem Königspaar, dem Hofstaat und den Jubelmajestäten marschierte das Bataillon zum Festplatz, wo die Festgäste durch Oberst Dewerth begrüßt wurden. Nach dem großen Zapfenstreich startete der Festabend mit der Partyband "Ambiente", die in diesem Jahr erstmalig auf dem Schützenfest spielten und für eine prächtige Stimmung sorgten.

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Der zweite Tag des Schützenfestes begann mit dem musikalischen Frühschoppen beim Eiscafé Preiser. Von dort aus ging es mit einer großen Abordnung aus Offizieren, Schützen und Jungschützen, sowie der Musikkapelle "Spontan und Ungezwungen" zum Josefshaus, wo man Pfarrer Schütz, Diakon Bongartz und den Bewohnern des Josefshauses ein Ständchen darbrachte.Am Nachmittag holte das Bataillion das Königspaar und ihren Hofstaat zum großen Festumzug ab. Dabei präsentierte sich die Königin Angelika in einem traumhaft weißen Kleid der Lipperoder Bevölkerung. An dem Umzug nahmen ebenfalls die Jubelmajestäten teil, die in einer schönen Kutsche durch das Dorf fuhren. Nachdem man die Ehrenkompanie am "Alten Gasthaus Voss" abgeholt hatte und zum Schützenplatz marschiert war, erfolgte die Ehrung der langjährigen Vereinsjubilare und die Verleihung der Verdienstorden des Sauerländer Schützenbundes. Neben vielen 40-,50-,60- und 65-jährigen Vereinsjubilaren konnte der Verein in diesem Jahr mit Hubert Peters und Helmut Prasse zwei Mitglieder auszeichnen, die schon 70 Jahre im Verein Mitglied sind.Den Orden für Verdienste um das Schützenwesen erhielte in diesem Jahr Dietmar Wille, Tobias Günther und Philipp Alers. Dietmar Wille organisiert Jahren das Ständchen beim Josefshaus und fungiert als Bindeglied zwischen dem Schützenverein und dem Josefshaus. Tobias Günther ist 2011 Offizier der I.Kompanie und engagiert sich seit Jahren bei der Instandhaltung der Schützenhalle. Philipp Alers war 2004 der erste Jungschützenkönig des Vereins und war maßgeblich daran beteiligt, dass die Lipperoder Jungschützen ein fester Bestandteil des Vereins wurden. Seit 2014 ist er zudem noch Bataillonskommandeur des Vereins. Die höchste Auszeichnung des Sauerländer Schützenbundes erhielt Thorsten Rother. Er wurde 2001 zum Rendanten gewählt und kümmert sich seitdem verantwortungsvoll um die Finanzen des Vereins. Dafür wurde er mit dem Orden für hervorragende Verdienste ausgezeichnet.Am Sonntagabend gab es neben dem Kindertanz noch die Polonaise, die vom Königspaar Frank Jochheim und Angelika Korf-Barkey angeführt wurde. Beim anschließende Festabend stellte DJ Michael Duhme sein musikalischen Künste unter Beweis und sorgte für eine volle Tanzfläche.

Am letzten Tag des Lipperoder Schützenfestes marschierte das mannstarke Bataillon noch einmal zur Königsresidenz, um dort das letzte Ständchen für das scheidende Königspaar darzubringen. König Frank Jochheim bedankte sich beim gesamten Verein, seinem Hofstaat und natürlich auch bei seiner Königin Angelika für die tolle Unterstützung im vergangenen Jahr. Bevor das Vogelschießen begann, wurden die 25-jährigen Vereinsjubilaren und der neue Jungschützenkönig Jonas Barkey mit einem Erinnerungsorden geehrt.Um kurz nach elf begann dann das Vogelschießen mit den Ehrenschüssen durch das noch amtierende Königspaar Frank Jochheim und Angelika Korf-Barkey. Es dauerte auch nicht lange, bis die erste Insignie fiel. Mit dem 15.Schuss fiel die Krone zu Boden und Tim Paradine war neuer Kronprinz des Vereins. Die weiteren Insignien wurden von Thorsten Rother (Apfel), Robin Günther (Zepter), Christian Hengesbach (kl.Faß) und Connor Royle (gr.Faß) abgeschossen.Obwohl der Holzvogel keine Insignien mehr hatte, gab es noch viele Schützen, die weiterhin munter auf den Vogel schossen. Als die ersten Risse sichtbar waren und der Adler seine Flügel verlor, lichtete sich etwas die Reihe der Schützen, sodass mit Patrick Walter, Oliver Henneboel, Alfons und Raphael Baumeister "nur noch" vier Aspiranten unter der Stange standen. In der spannenden Endphase gab Alfons Baumeister dann Patrick Walter den Vortritt, der mit dem 231.Schuss den letzten Rest vom Vogel "Der wilde Speedy" aus dem Kugelfang holte. Anschließend wurde auf der Theke das neue Königspaar Patrick Walter und Daliah Ernst erstmalig gefeiert.Am Nachmittag präsentierte sich dann das neue Königspaar zusammen mit ihrem Hofstaat den Lipperoder Schützen. Viel Applaus gab es dabei für die Königin Daliah Ernst, die ein bezauberndes hellblaues Kleid anhatte. Bei dem anschließenden Festabend wurde dann ausgiebig gefeiert und man konnte schon erkennen, wieviel Feierlaune auch in diesem Königspaar und Hofstaat steckt.


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